Tully die Erste
Der Bus haelt. “Ist das Tully?” fragt Svenja verschlafen. “Ich weiss nicht, glaube nicht”, antwortet Lisa. Laut unserem Busplan halten wir erst in 20 Minuten in Tully. Lisa guckt aus dem Fenster. “Guck mal, der Busfahrer hat unsere Rucksaecke ausgeladen.” Svenja jumpt aus dem Bus. Lisa hinterher.
So verlief unsere Ankunft in Tully, genauer gesagt am Bus stop beim Giant Golden Gumboot, wo wir von unsere Wwoof-Familie abgeholt werden sollten.
20 Minuten spaeter – es war dunkel, wir sassen einsam am Busstop und assen unser Abendessen: Vollkorntoast und Billigkaese – kam ein uralter Volvo angetuckert, gefahren von einer alten Frau mit einem sehr langen blonden Zopf. Das war Beryl, unsere Wwoof-Mutter, bzw. eher –Oma. Wir verstauten uns und unser Gepaeck in den Volvo, womit dieser auch schon voll war, und fuhren ca. 30 km raus aufs Land, auf „Peters Organic Banana Farm“.
Auf der Farm leben Peter und Beryl, ein altes Ehepaar, und Laury, ein alter, etwas eigentuemlicher Mann, dessen Familienzugehoerigkeit uns waehrend unseres gesamten Aufenthalts unklar geblieben ist, und mit uns 6 Wwoofer.
Auf den ersten Blick war es dreckig, ueberall stand Zeug rum und wir haben uns ueber die fehlenden Aussenwaende gewundert. Zuerst haben wir uns gefragt, ob wir wieder an einem einsamen Ort mitten im Busch gelandet sind, aber dass das nicht so war, haben wir in den naechsten Tagen gelernt, als wir einen Teil der Grossfamilie kennen gelernt und viel Zeit mit ihnen verbracht haben.
Peter und Beryl haben 5 Kinder, von denen eine Tochter mit ihren 6 Kindern nebenan lebt, und ein Sohn und eine Tochter mit nochmal 6 und 5 Kindern in der Naehe. Da 2 japanische Wwofer, Josh und Masa, die Wwoof-Arbeit auf der Bananenfarm erledigt haben, haben wir und Soo und Lyn, 2 Suedkoreanerinnen, fuer den Sohn Daniel gearbeitet. Dies wohnt mit seiner Familie in einem Haus ca. 30 km entfernt, besitzt aber ein grosses Grundstueck in der Naehe der Farm, wo er eine eigene Farm aufbauen will, die bis jetzt immerhin schon aus Anbaufeldern und einem Schuppen besteht. Unsere Arbeit bestand aus Tomaten pfluecken, sortieren und packen, Kuerbisse pfluecken und packen, Wassermelonen pfluecken, Tomaten straenge binden und Mist als Duenger verteilen.
Es war nicht zu anstrengend und durch den haeufigen Regen (Tully ist der nasseste Ort in Australien, deswegen auch der Giant Gumboot) auch recht angenehm, und zu unserem Vergnuegen durften wir dabei auch Auto, 4WD-Truck (hier „Ute“) und Traktor fahren.
Was uns aber noch besser gefallen hat, war das Familienleben, an dem wir teilnehmen durften: Geburtstagsfeier einer Enkelin, Dinner und Videoabend bei Daniel, Ausflug nach Mission Beach mit Daniel und mehrere Kirchgaenge in eine Baptistenkirche (mit denen wir uns zwar inhaltlich nicht anfreunden konnten, aber die trotzdem sehr interessant waren).
Ausserdem hat uns einfach das taegliche Leben sehr gut gefallen, das gemeinsame Essen und Spuelen, UNO, Puzzlen und ein Ausflug zu den nahen Murray Falls mit den anderen Wwoofern. Besonders erwaehnt werden muss das Essen, das zum einen sehr viel und sehr oft und zum anderen sehr lecker und biologisch war. Es gab tolles, selbstgebackenes Volkornbrot, das zumindest annaehern deutsche Konsistenz hatte, selbstgemachten Honig und Marmeladen, viel eigenes Gemuese, Melonen und Bananen – ein Schlaraffenland.
So verlief unsere Ankunft in Tully, genauer gesagt am Bus stop beim Giant Golden Gumboot, wo wir von unsere Wwoof-Familie abgeholt werden sollten.
20 Minuten spaeter – es war dunkel, wir sassen einsam am Busstop und assen unser Abendessen: Vollkorntoast und Billigkaese – kam ein uralter Volvo angetuckert, gefahren von einer alten Frau mit einem sehr langen blonden Zopf. Das war Beryl, unsere Wwoof-Mutter, bzw. eher –Oma. Wir verstauten uns und unser Gepaeck in den Volvo, womit dieser auch schon voll war, und fuhren ca. 30 km raus aufs Land, auf „Peters Organic Banana Farm“.
Auf der Farm leben Peter und Beryl, ein altes Ehepaar, und Laury, ein alter, etwas eigentuemlicher Mann, dessen Familienzugehoerigkeit uns waehrend unseres gesamten Aufenthalts unklar geblieben ist, und mit uns 6 Wwoofer.
Auf den ersten Blick war es dreckig, ueberall stand Zeug rum und wir haben uns ueber die fehlenden Aussenwaende gewundert. Zuerst haben wir uns gefragt, ob wir wieder an einem einsamen Ort mitten im Busch gelandet sind, aber dass das nicht so war, haben wir in den naechsten Tagen gelernt, als wir einen Teil der Grossfamilie kennen gelernt und viel Zeit mit ihnen verbracht haben.
Peter und Beryl haben 5 Kinder, von denen eine Tochter mit ihren 6 Kindern nebenan lebt, und ein Sohn und eine Tochter mit nochmal 6 und 5 Kindern in der Naehe. Da 2 japanische Wwofer, Josh und Masa, die Wwoof-Arbeit auf der Bananenfarm erledigt haben, haben wir und Soo und Lyn, 2 Suedkoreanerinnen, fuer den Sohn Daniel gearbeitet. Dies wohnt mit seiner Familie in einem Haus ca. 30 km entfernt, besitzt aber ein grosses Grundstueck in der Naehe der Farm, wo er eine eigene Farm aufbauen will, die bis jetzt immerhin schon aus Anbaufeldern und einem Schuppen besteht. Unsere Arbeit bestand aus Tomaten pfluecken, sortieren und packen, Kuerbisse pfluecken und packen, Wassermelonen pfluecken, Tomaten straenge binden und Mist als Duenger verteilen.
Es war nicht zu anstrengend und durch den haeufigen Regen (Tully ist der nasseste Ort in Australien, deswegen auch der Giant Gumboot) auch recht angenehm, und zu unserem Vergnuegen durften wir dabei auch Auto, 4WD-Truck (hier „Ute“) und Traktor fahren.
Was uns aber noch besser gefallen hat, war das Familienleben, an dem wir teilnehmen durften: Geburtstagsfeier einer Enkelin, Dinner und Videoabend bei Daniel, Ausflug nach Mission Beach mit Daniel und mehrere Kirchgaenge in eine Baptistenkirche (mit denen wir uns zwar inhaltlich nicht anfreunden konnten, aber die trotzdem sehr interessant waren).
Ausserdem hat uns einfach das taegliche Leben sehr gut gefallen, das gemeinsame Essen und Spuelen, UNO, Puzzlen und ein Ausflug zu den nahen Murray Falls mit den anderen Wwoofern. Besonders erwaehnt werden muss das Essen, das zum einen sehr viel und sehr oft und zum anderen sehr lecker und biologisch war. Es gab tolles, selbstgebackenes Volkornbrot, das zumindest annaehern deutsche Konsistenz hatte, selbstgemachten Honig und Marmeladen, viel eigenes Gemuese, Melonen und Bananen – ein Schlaraffenland.


6 Comments:
Du sollst doch nicht soviel essen, Lisa ;)...
wer könnte das wohl gesagt haben... hmmm...
ich wars nicht ;)
aber svenja braucht fürs blutspenden noch 2 kg...
Alles sehr interessant, aber wie soll man das mit den fehlenden Außenwänden verstehen?
Boah, ist der Tim fies! ;)
Ich warte dann mal auf "Tully die Zweite"
Ja, die fehlenden Aussenwaende...es ist einfach so, dass nach Aussen alles offen ist. Es gibt ein Dach, Zwischenwaende und sowas wie Zimmer, aber man muss durch keine Tuer durch, um ins Wohnzimmer/Flur/Kueche zu kommen.
Die meisten Enkel sind zwischen 1 und 12, dann gibt es noch 3 Maedchen, die sind 16, 19 und 21.
Der Truck war wirklich ein Pickup, der Volvo war blau (so beschreibt man doch Autos, oder? ;) ) und Fotos gibt es irgendwann, wenn es auch wieder PCs mit USB-Anschluss gibt - dann kann der Herr mit dem Identitaetsproblem sich auch gleich ueberzeugen, dass 3 Wochen Feldarbeit und Svenjas Lebensmittelplanung die 2 Wochen Wwoofen wieder wett gemacht haben...
Ähm, ich will ja nicht stören, aber ich warte auf "Tully die Zweite"!
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