Arbeiten in Leeton - das Inland von New South Wales
Um auf deine Frage einzugehen, Tim, wir werden an Ostern wieder zu Hause sein und fuer alle, die uns mit Vollkornbrot, Brezeln und (heisser) Schokolade willkommen heissen wollen - wir kommen am 5.April, d.h. am Gruendonnerstag in Frankfurt an.
Nun aber zu den letzten beiden Wochen. Wir haben also wieder auf dem Feld gearbeitet - diesmal allerdings nicht auf einem Bananen-, sondern zur Abwechlsung auf einem Traubenfeld. Wir haben nicht wie angekuendigt die Trauben geerntet, sondern die Weinstoecke geschnitten und gebunden.
Wer jetzt das Bild von gruenen Weinbergen im Kopf hat, der hat sich wohl getaeuscht - die ganze Gegend ist total ausgetrockent, alles Erde und Staub. Dort herrscht angeblich die groesste Trockenheit seit 1000 Jahren, die Pflanzen bekommen nur 20% der normalen Wassermenge und es war taeglich um die 40Grad. Dementsprechend heiss war es auch auf dem Feld und natuerlich kein Schatten. Da uns das aber noch nicht genug war -naja eigentlich weil die Backpacker dort so unterbezahlt werden- haben wir dann am Wochenende noch Pflaumen verpackt und Zwiebeln am Laufband sortiert.Gewohnt haben wir die Zeit im Fruitshack, das ist eine Mischung aus Farm und Hostel. D.h. die Unterkunft war recht billig und fuers Putzen waren wir selber verantwortlich. In unserer freien Zeit haben wir uns auch mal Fahrraeder und diesen tollen Helme (hier ist Helmpflicht!) geschnappt und sind in die Stadt gefahren.
Viele unserer Mitbewohner waren eher darauf aus, Party zu machen, aber wir haben natuerlich auch viele nette Menschen getroffen und mit denen, den vielen Weintrauben, die wir auf dem Feld gegessen haben, dem frischgepressten Saft vom Fruitshack und den Orangen, Kartoffeln und Pflaumen von den anderen Farmen hatten wir zwei tolle Wochen.

(okay, zugegeben, das war nicht unser Gaestebad, sondern die huebschen Toiletten im Queen Viktoria Building, einem Nobelkaufhaus)




Nach stundenlangem Austausch und gegenseitigen Bilder zeigen, haben wir uns auch die Blue Mountains angeschaut - zunaechst natuerlich die "Three Sisters", die wohl bekannteste Felsformation in den Mountains, die wir auf unserem Bild zu den "Five Sisters" ergaenzt haben.



ausserdem haben wir uns in einer Aboriginal Art Gallery kuenstlerisch betaetigt - Lisa hat einen Boomerang bemalt, Svenja ihr eigenes Didigeridoo.

