Saturday, January 27, 2007

Arbeiten in Leeton - das Inland von New South Wales

Wir haben uns dann doch nicht entschieden, bis Ostern in Leeton zu bleiben und sind deswegen nun nach 2 Wochen Arbeit nach Melbourne weitergefahren.
Um auf deine Frage einzugehen, Tim, wir werden an Ostern wieder zu Hause sein und fuer alle, die uns mit Vollkornbrot, Brezeln und (heisser) Schokolade willkommen heissen wollen - wir kommen am 5.April, d.h. am Gruendonnerstag in Frankfurt an.
Nun aber zu den letzten beiden Wochen. Wir haben also wieder auf dem Feld gearbeitet - diesmal allerdings nicht auf einem Bananen-, sondern zur Abwechlsung auf einem Traubenfeld. Wir haben nicht wie angekuendigt die Trauben geerntet, sondern die Weinstoecke geschnitten und gebunden.
Wer jetzt das Bild von gruenen Weinbergen im Kopf hat, der hat sich wohl getaeuscht - die ganze Gegend ist total ausgetrockent, alles Erde und Staub. Dort herrscht angeblich die groesste Trockenheit seit 1000 Jahren, die Pflanzen bekommen nur 20% der normalen Wassermenge und es war taeglich um die 40Grad. Dementsprechend heiss war es auch auf dem Feld und natuerlich kein Schatten. Da uns das aber noch nicht genug war -naja eigentlich weil die Backpacker dort so unterbezahlt werden- haben wir dann am Wochenende noch Pflaumen verpackt und Zwiebeln am Laufband sortiert.
Gewohnt haben wir die Zeit im Fruitshack, das ist eine Mischung aus Farm und Hostel. D.h. die Unterkunft war recht billig und fuers Putzen waren wir selber verantwortlich. In unserer freien Zeit haben wir uns auch mal Fahrraeder und diesen tollen Helme (hier ist Helmpflicht!) geschnappt und sind in die Stadt gefahren. Viele unserer Mitbewohner waren eher darauf aus, Party zu machen, aber wir haben natuerlich auch viele nette Menschen getroffen und mit denen, den vielen Weintrauben, die wir auf dem Feld gegessen haben, dem frischgepressten Saft vom Fruitshack und den Orangen, Kartoffeln und Pflaumen von den anderen Farmen hatten wir zwei tolle Wochen.

Wednesday, January 10, 2007

Sydney


Housesitting ist echt eine tolle Sache. Da kommen zwei Backpacker zu wildfremden Menschen, bekommen von denen den Haustuerschluessel und auch noch die Erlaubnis, sich an saemtlichen Essensvorraeten zu bedienen. Im Gegenzug sollen nur die Katzen gefuettert werden und die Wurmfarm begossen. Das war echt eine tolle Woche fuer uns!(okay, zugegeben, das war nicht unser Gaestebad, sondern die huebschen Toiletten im Queen Viktoria Building, einem Nobelkaufhaus)

Nebenbei haben wir uns Sydney angeguckt und waren natuerlich begeistert. Es ist einfach schoen, in einer Grossstadt zu sein, aber sich nicht so fuehlen zu muessen, weil es ueberall Baeume und Gruen gibt, Straende, das Meer und tolle Aussichten. Dazu hatten wir noch die meiste Zeit super Wetter, was wir ausgenutzt haben, um ganz viel in der Stadt und auf den Klippen von Sydenys Hafen (dem groessten natuerlichen Hafen der Welt, wie wir gelernt haben) hermuzulaufen.
Ausserdem haben wir uns ueber die kulinarische Dichte gefreut, die uns nach 5-monatiger Abstinenz endlich mal wieder eine Brezel und ein belegtes Vollkornbroetchen beim deutschen Baecker erbracht hat.

Heute ist aber die Familie wiedergekommen und wir ausgezogen, morgen verlassen wir diese schoene Stadt und fahren nach Leeton. Wir muessen naemlich wohl oder uebel noch ein bisschen Geld verdienen und haben dort die Aussicht auf einen Job als Weintraubenpfluecker. Leider nehmen wir an, dass der Aufenthalt nicht viel spannender wird als der in Tully, zumindest was die Stadt angeht. In unserem Work and Travel Fuehrer steht naemlich bei Leeton unter dem Punkt Activities: Every second Easter there is a Country Festival.

Saturday, January 06, 2007

Coffs Harbour + Blue Mountains

Nachdem wir

von Brisbane genug hatten (am letzten Tag hat es nur noch geregnet und wir sind ins Kino gefluechtet) sind wir fuer einen Tag nach Coffs Harbour gefahren, das zwischen Brisbane und Sydney liegt. Dort haben wir uns den Aldi angeschaut und sind mal wieder alle Wanderwege abgelaufen, wobei wir so schoene Aussichten auf das Meer hatten wie auf dem Bild. Zum Baden war es uns allerdings etwas zu kalt.

Dann sind wir nach Katoomba in die Blue Mountains gefahren, um Susi und Dany wieder zu treffen! Nach stundenlangem Austausch und gegenseitigen Bilder zeigen, haben wir uns auch die Blue Mountains angeschaut - zunaechst natuerlich die "Three Sisters", die wohl bekannteste Felsformation in den Mountains, die wir auf unserem Bild zu den "Five Sisters" ergaenzt haben.

Ausserdem sind wir noch gewandert, haben die herrlich klare und kuehle Luft genossen und konnten wegen dieser Luft, die hauptsaechlich durch den doch recht haeufigen Regen entstanden ist, die Berge in der Ferne wirklich als blue erkennen.

An Silvester sind wir dann nach Sydney gefahren, um das gigantische Feuerwerk anzuschauen, dessen Bilder ihr ja schon kennt.

Nun sind wir also in Sydney, machen Housesitting bei Janas Gastfamilie, schauen uns die Stadt an und geniessen das zum Glueck wieder herrschende super Sommerwetter!

Weihnachten in Brisbane

Nachdem ihr schon die genialen Bilder von Silvester anschauen konntet, schieben wir jetzt noch den Bericht von Weihnachten nach. Da waren wir naemlich noch 1000km noerdlich in Brisbane.
Da es bei uns doch noch ein wenig waermer war als in Deutschland, war es noch schwieriger richtige Weihnachtsgefuehle zu bekommen. Statt besinnlicher Vorweihnachtsfeierlichkeiten gab es ein Christmas-Festival mit Feuerwerk und Open - Air - Kino. An Heiligabend haben wir uns ein Eis gegoennt (ist hier sauteuer!)
und waren wir in einem sehr festlichen Gottesdienst in der anglikanischen Kirche und am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir beim Christmas-Backpacker-Lunch in einem groesseren Hostel, wo traditionell englische Gerichte von einem Weihnachtsmann ausgeteilt wurden
und was eher eine Garten- bzw. Balkonparty war.

Ansonsten haben wir uns natuerlich Brisbane angeschaut, von der Skyline bei Nacht waren wir total begeistert, ausserdem haben wir uns in einer Aboriginal Art Gallery kuenstlerisch betaetigt - Lisa hat einen Boomerang bemalt, Svenja ihr eigenes Didigeridoo.