Sunday, December 31, 2006

Happy New Year!

Wir wuenschen Euch allen ein glueckliches neues Jahr 2007 ! Unseres hat schonmal sehr gut angefangen...

Friday, December 22, 2006

Merry Christmas!

Nun sind wir in Brisbane angelangt, wo wir die Weihnachtsfeiertage verbringen werden.
In diesem Sinne wuenschen wir Euch allen

Noosa und Glasshouse Mountains

Als wir irgendwann den Sand wieder ausgeschuettelt hatten, sind wir zum Startpunkt unserer naechsten Self-Drive-Tour nach Noosa gefahren. Diesmal durften wir sogar selber fahren!
-Kanu. Mit 6 saufenden Ir(r)en, ihrem Ghettoblaster, 3 Eskies voll Bier und einem halbwegs vernuenftigen Niederlaender sind wir in die Everglades gepaddelt, um uns gleich am ersten Abend von einem brutalen Gewittersturm unterhalten zu lassen und um am naechsten Tag im Dauerregen zu einer sanverstuermten Duene zu paddeln und laufen. Immerhin waren wir ueberlebenskuenstlerisch gewappnet und hatten unsere Ponchos dabei! Leider gibt es aber von uns als lebende Muellsaecke kein Foto, da wir unsere neue Kamera diesen Himmelsguessen nicht aussetzten wollten.
Die Landschaft an sich war zwar sehr schoen, aber angesichts der Umstaende waren wir froh, in unser pinkes spirituelles Hostel zurueckkehren zu koennen, um wieder ein positives Karma herzustellen (okay, da waren wir eher durch Zufall reingeraten, koennt ihr aber gerne mal angucken: hostelbookers.com und dann ""dolphins beachhouse noosa") .
Aber viel wohler haben wir uns dann in den folgenden drei Tagen gefuehlt, die wir bei Hildegard und Othmar verbracht haben. Dieses schweizer Ehepaar hat uns herzlich aufgenommen. Durch ihre Sightseeingtouren haben wir die Glasshouse Mountains kennengelernt, von denen wir begeistert waren. Ausserdem haben sie uns mit Kostbarkeiten wie einem bequemen Bett, einem eigenem Bad, einer normal funktionierenden Waschmaschine, Weihnachtsplaetzchen und einem Weihnachtsbaum verwoehnt.

Fraser Island

Mit einer unbequemen Nachtbusfahrt sind wir weiter gefahren zum naechsten Touristenresort Rainbow Beach, dieses der Einstieg zu Fraser Island, der groessten Sandinsel der Welt. Dort haben wir eine 3-Tages-Self-Drive-Tour gemacht, d.h. wir waren 7 nette junge Leute in einem four-wheel-drive Jeep und alle ueber 21-Jaehrigen durften ans Steuer.
Es war nicht nur cool, ueber holprige Sandwege durch den Regenwald und direkt am Wasser ueber den Strand zu fahren, sondern es gibt dort auch wunderschoene kristallklare Suesswasserseen mit weissen Sandstraenden (entschuldigt die Wiederhoulungen, aber so ist es nunmal!). Weitere Highlights waren das Campen am Strand mit Sonnenaufgang ueberm Meer und natuerlich Svenjas Geburtstag, den sie trotz ihres nun doch schon sehr fortgeschrittenen Alters erstaunlich gut ueberstanden hat. ;-)





Whitsunday Islands

Danach ging es weiter in das Touristenresort Airlie Beach, dem Gateway zu den Whitsunday Islands. Mit Ruecksicht auf kuerzlich erlebte Seekrankheitserfahrungen haben wir auf die sonst uebliche 3-Tages-Segeltour verzichtet und uns fuer eine Tagestour entschieden, was sich auch sonst als gute Entscheidung herausgestellt hat - es hat naemlich die ganze Zeit geregnet.
Wir sind in einem gelben Gummiboot uebers Meer gejettet; das nennt sich Ocean Rafting und macht ziemlich viel Spass. So haben wir schoene Straende angeguckt, vor allem den world famous Whitehaven Beach mit seinem schneeweissen Sand und kristallklarem blauem Wasser - und das sogar bei dem schlechten Wetter!

Magnetic Island und Townsville

Und ruckzuck sind wir gute 2 Wochen spaeter 1000km weiter suedlich! Naja, so ruckzuck war es gar nicht, wir haben schliesslich auf dem Weg eine ganze Menge gesehen.
Erstmal sind wir zur Erholung nach dem Schaffen auf Magnetic island gefahren, dort in einem kleinen Hostel untergeschluepft (wirklich klein! mit und waren es 8 Gaeste) und haben von dort Wanderungen in die Natur unternommen, was prompt mit unserem ersten Koala in freier Natur belohnt wurde.
Nach 3 Tagen hatten wir aber die ganze Insel abgelaufen und sind zuruekc aufs Festland gefahren, nach Townsville. Diese Stadt ist erstaunlicherweise viel groesser als Cairns, aber nicht halb so touristisch und hat auch eigentlich nicht viel zu bieten - ausser eben am 7.Dezember das Konzert des einzigartig genialen John Butler Trios. Wir hatten natuerlich (! :-) !) Karten und waren - wie konnte es auch anders sein - restlos begeistert. Fuer die bedauernswerten Kenntnislosen: www.johnbutlertrio.com








Friday, December 08, 2006

Tully die Zweite


Nachdem wir nun unsere Zeitheimat Tully - das zwar einen Golden Gumboot, aber dafuer kein vernuenftiges Internet hat- koennen wir endlich ein bisschen mehr von unserer Arbeit erzaehlen. Wir haben auf der groessten Bananenfarm Australiens gearbeitet - Mackay's Bolinda Estates. VOr 7 Monaten hat der Zyklon Larry die Shed (Arbeitshalle) und die Bananenstauden zerstoert. Deshalb haben wir mit den Frauen die ersten 4 Wochen nicht wie ueblich in der Shed gearbeitet, sondern auf dem Feld. D.h. wir haben 60 Kg schwere Bananenstaudenvon 3 Meter hohen Bananenpalmen geschlagen und zur Shed getragen. Nein, okay, so schlimm war es nicht. Wir haben die weniger harten Aufgaben uebernommen. Dazu gehoert das "Stringing" (Bananenstauden aneinander festbinden, damit sie beim Sturm Halt haben), das am Angenehmsten war, weil im Schatten der Bananenblaetter.
Dann gibts noch "Planting" und "Irrigation". Das Planten ist ganz nett, wenn man auf dem Traktor sitzen und Pflanzen anreichen darf, aber anstrengend, wenn man hinter dem Traktor herlaufen und die Pflanzen einbuddeln muss.
Beim Irrigation verlegt man die Wasseranlagen, bohrt Loecher in die Schlaeuche und stellt Sprinkler auf.
Beide Arbeiten sind hart, weil sie auf freiem Feld verrichtet werden und man der Sonner gnadenlos ausgeliefert ist. Es hat naemlich ausser an unserem erstem Arbeitstag nicht mehr geregnet, es war sehr heiss und wir waren staendig durchgeschwitzt. Aber anders als auf der Melonenfarm war die Arbeitsatmosphaere viel freundlicher, wir hatten Gelegenheit, unsere Kollegen kennen zu lernen und haben vernuenftige Pausen gemacht.
Als dann die Shed repariert war, haben wir fuer die letzten 2 Wochen "Banana sorting und packing" gemacht. D.h. 8 Stunden an der Stelle stehen, am Fliessband sortieren oder Kisten packen.Beides ist sehr eintoenig, aber auch anstrengend, weil man dabei sehr schnell sein muss. Zum Glueck durften wir aber hauptsaechlich packen, dabei geht naemlich die Zeit wesentlich schneller rum.

Thursday, December 07, 2006

Tully Arbeiten Fotos









Tully die zweite Zweite


Auf jeden Fall sind wir 5 Tage die Woche um halb fuenf erschoepft zu unserem Caravan zurueckgekehrt, haben geduscht, gegessen und sind ins Bett gegangen, um am naechsten Tag um fuenf wieder aufzustehen. Unser Caravan stand im Greenway Caravan Park. Nach dem Wwoofen waren wir zuerst in das Savoy Working Hostel gezogen, wo sie uns Jobs in Aussicht gestellt hatten. Das Hostel war auch an sich ganz nett, aber die Jobvermittlung sah so aus, dass sie uns am Montagmorgen um halb sechs zum Post Office geschickt haben, dem allgemeinen Pick-up-point fuer die Arbeiter aus Tully. Dort sollten wir die Busfahrer fragen, ob auf ihrer Farm vielleicht zufaellig gerade Leute gesucht wuerden. Diese Info haette uns auch jeder Einwohner Tullys geben koennen. Ziemlich hoffnungslos sind wir also fertig zur Arbeit losgezogen und haben mindestens 10 Busfahrer abgeklappert, bis gluecklicherweise Barry meinte "Hop on, girls" und uns zu Bolinda brachte. Da uns also das Hostel hier enttaeuscht hatte und auch noch ziemlich teuer war, sind wir nach einer Woche mit den anderen Deutschen Susi, Dany und Jana in den Caravan Park gezogen, womit wir auch unsere Lebensgemeinschaft fuer die naechsten Wochen gefunden hatten. Wir haben zusammen eingekauft, gekocht, gegessen, Reiserouten geplant und uns ueber die Arbeit und das Leben in Tully "ausgetauscht"... Mit uns haben noch viele KoreanerInnen und JapanerInnen im Caravan Park gelebt und teilweise zusammen gearbeitet. Mit denen haben wir uns gegenseitig unsere Sprachen beigebracht, Essen ausgetauscht und wurden sogar von Lea, einer koreanischen Schriftstellerin, fuer ihr neues Buch interviewt. Diese Zeiten waren wirklich schoen, aber nach 6 Wochen hat uns die eintoenige Arbeit und der "provinzialische Charme" von Tully ganz schoen angenervt, dann haben uns Jana, Susi und Dany auch noch ganz allein gelassen ( ;-) ). Da gab es fuer uns kein Halten mehr und wir sind ihnen in den Sueden gefolgt.
Aber wir haben Spuren hinterlassen: Durch UNSERE Arbeit ist der Bananenpreis von $ 13,99 das Kilo auf $ 6,88 gefallen!