Monday, March 26, 2007

Neuseeland - 5000km und 4 Wochen "on the road"

Am 24. Februar haben wir also in Christchurch unseren gemieteten “Wicked Camper” abgeholt. Und der sah so aus:

Mit diesem sind wir 4 Wochen lang durch die Gegend gefahren und haben eigentlich ueberall “Walks” (10-minuetige Spaziergaenge bis herausfordernde Tagestouren) gemacht, um die Schoenheiten Neuseelands zu erkunden.
Als Erstes ging es zum Mt Cook, dem hoechsten Berg Ozeaniens.


Der naechste Stop war Queenstown, eine Touristen- undActivityhochburg, wo wir uns den Angeboten nicht verweigern konnten und eine Rafting-Tour auf dem Kawarau River - fuer alle Herr-der-Ringe-Fans der Anduin – gemacht haben. Es war zwar nicht ganz so wild, wie wir erwartet hatten, hat aber trotzdem viel Spass gemacht.



Weiter gings zum Milford Sound, einem sehr schoenen Fjord, den wir auf einem Privat-Cruise angeschaut haben – ausser uns waren naemlich dank der fruehen Stunde nur 3 Passagiere an Bord; deswegen gab es auch Cookies und Muffins for free! :)


Auf der Weiterreise haben wir in Wanaka eine Pause eingelegt, nicht nur, um unsere „falsche“ Batterie austauschen zu lassen, sondern auch, um die „Puzzling World“ zu besuchen: ein 2-stoeckiges Labyrinth, in dem man sich wirklich verirrt, und ein paar Raeume mit optischen Taeuschungen etc. Ausserdem hatten wir das Glueck, bei Knobeln an den Knobeltischen die Bekanntschaft des Tantrix-Erfinders zu machen, was zumindest allen MM-Mitarbeitern ein Begriff sein sollte.




Nun sind wir an der Westkueste Richtung Norden gefahren. Ueber schmale, gewundenen Strassen ging es durch den Regenwald, rechts von uns die Bergkette der Southern Alps, links die steilen Klippen der Meereskueste. Hier sollte unsere Activity die Besteigung des Franz Josef Gletschers sein, aber leider musste die gebuchte Ganztagestour mittags abgebrochen werden, weil es den ganzen Tag in Stroemen gegossen hat und es zu gefaehrlich wurde. Trotzdem war es total interessant, zwischen den Eisgebilden und Gletscherspalten herumzusteigen und wir waren immerhin bestens mit Equipment ausgestattet.
Die beiden Gletscher – Franz Josef und Fox – sind uebrigens zwei der insgesamt vier Gletscher auf der Erde, die tatsaechlich noch wachsen! Die anderen beiden sind in Argentinien und Alaska. Ausserdem ist es cool, dass sie so weit herunterreichen und an den Seiten Regenwald waechst!





Nachdem wir den noerdlichsten Teil der Suedinsel besucht hatten – dort sieht es uebrigens ein bisschen aus wie an der Nordsee -, waren wir noch im Abel Tasman Nationalpark, dem meist besuchtesten Nationalpark Neuseelands, um danach von Picton aus auf die Nordinsel ueberzusetzen. Bei dieser 3 ½-stuendigen Faehrenfahrt war zu Svenjas Unbehagen ein recht wilder Seegang – was aber durch eine schoene Aussicht auf den Marlborough Sound wieder wettgemacht wurde.

In Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, haben wir einen Tag damit verbracht, das Nationalmuseum Te Papa zu besuchen, was eins der besten Museen ist, in dem wir je waren. Es gab viel zu lernen ueber die neuseelaendische Natur und Kultur und die Ausstellungen waren einfach toll aufgebaut.

Weil das Wetter so schoen war, sind wir dann schnell zum Tongariro Nationalpark gefahren, um dort die angeblich beste Tagestour Neuseelands durch vulkanische Mondlandschaft zu machen. Leider kann man sich wettertechnisch hier nie auf etwas verlassen und auch dort regnete es wieder in Stroemen. Wir wollten es wenigstens versuchen und sind auf ein paar Stunden aufgestiegen, dann waren wir aber vollkommen durchnaechst, es war sehr kalt und oben wehte ein enormer Wind, so dass es lebensmuede gewesen waere, weiterzugehen. Das sahen auch die anderen Wanderer so und fast die gesamte Gruppe ist umgekehrt.


Um uns wieder aufzuwaermen ging es weiter nach Taupo und Rotorua, eine Vulkanregion, wo wir in heissen Quellen gebadet und Hot Water Pools und Mud Pools besichtigt haben.



Danach wollten wir es nochmal mit einer Tour versuchen, obwohl es wieder in Stroemen geregnet hat. Das hat diesmal aber nicht gestoert, denn die Tour war unterirdisch! In den Waitomo Caves sind wir in Wet Suits und Gummistiefeln durch enge Hoehlengaenge geklettert, gekrochen und geschwommen und haben uns in Gummireifen ueber unterirdische Fluesse treiben lassen und die Gluehwuerm-Beleuchtung an der Hoelendecke bestaunt. Das nennt sich Blackwater-Rafting und war einfach nur eine total geniale Erfahrung, die wir jedem, der die Moeglichkeit dazu hat, waermstens empfehlen!

Als naechstes haben wir uns an den „rollenden“ Grashuegeln der Nordinsel erfreut und dort unter anderem den Drehort fuer Hobbingen besichtigt.
Ab dann hatten wir schoenes Wetter und haben das erst an der Coromandel Peninsula und dann auf der Bay of Islands noerdlich von Auckland genossen. Auf der Peninsula waren wir nochmal bei heissen Quellen, die diesmal direkt am Strand lagen, so dass man sich seinen eigenen Whirlpool buddeln konnte.
Die Bay of Islands fanden wir vor allem toll, weil wir dort mit Sabine und Markus zusammengetroffen sind, aber auch wegen der riesigen Kauri-Baeume.



Das war unsere Camping-Reise. Wir haben auf Rest Areas und Parkplaetzen geschlafen (legal und illegal und manchmal einfach „legal enough“), in oeffentlichen Toiletten unseren Abwasch gemacht, uns „wirtschaftlich“ ernaehrt, haben die Zwischenzeit damit verbracht, Herr-der-Ringe-Locations zu suchen und waren begeistert von der vielfaeltigen Landschaft und Natur Neuseelands: Berge, Meer, Gletscher, Regenwald, Vulkane – alles beieinander! Und natuerlich ein paar – okay, viele- Sandflies und Schafe... ;)










Jetzt sind wir in Auckland und werden schon bald nach Sydney fliegen. Von dort gibt es ein klitzekleines Problemchen, das wir erst kuerzlich festgestellt haben: Unsere Rueckflugtickets sind leider laut Flugplan fuer den 1. April 2006! Wir hoffen, dass das nur ein Druckfehler ist...